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Der alte Grieche sagte: "Panta rhei" - grob übertragen mit: "Alles fließt". Es entstand daraus das Sinnbild für den "Fluss des Lebens", was gerade heute in der modernen Heilpraktik eine sehr grundlegende Bedeutung angenommen hat. Kommt es in einem Fluss zu einer "unnatürlichen" Stauung, so unterliegt der gesamte Fluss, egal ob hinter oder vor der Stauung, einer tiefgreifenden Störung. Übertragen auf den Lebensfluss könnte man eine solche Stauung etwa mit einem ungelösten Problem oder Konflikt beschreiben. Verfängt sich ein Mensch zu sehr in einer Problematik, so stauen sich mit der Zeit immer mehr Sachen, für dessen "Bearbeitung" die Zeit fehlt. Es entsteht das Gefühl, sich in seiner eigenen Entwicklung zu behindern. Oft genug bildet ein solcher Zustand die Ursache für einen ganzen Komplex von Folgebeschwerden, die sehr oft damit gar nicht in Zusammenhang gebracht werden. Wir suchen also den Idealzustand des beständig "fließenden Lebens".

Eine der einfachsten Entspannungsübungen ist wohl immer noch der gemütliche Spaziergang in die Natur. Hier können wir wieder dem Funktionieren ursprünglicher Dinge gewahr werden, die in unserem Geist vielleicht schon zu einer gedanklichen "Sackgasse" geführt haben. Allein an einem klaren Bächlein zu stehen, um dessen Fließen eine Weile ganz bewusst zu beobachten, kann mitunter bereits eine bewusstseinsklärende, meditative Wirkung entfalten, wenn man sich auf das Erleben der konstanten Urkräfte einlässt. Die stete zielgerichtete Bewegung kann in uns neue Hoffnung wecken. "Es muss noch viel Wasser den Fluss herunterfließen, bis ..." ist ein einschlägiges Sprichwort für die Bewertung, aber auch die Lösung eines ernsthaften Konfliktes. Lassen wir das Wasser einfach fließen.

Nicht jeder möchte sich in seinen eigenen vier Wänden in Meditationen einarbeiten, weil gerade hier viele der "stauenden" Konflikte erst entstanden sind. So ist der Gang in das halbwegs unzivilisierte Umfeld eine gute Voraussetzung für das Anregen des eigenen "Geistesflusses". Warum zieht es uns zum Erleben der Urkräfte der Natur? Was ist deren grundlegende Faszination? Auch wenn ein Baum Jahrhunderte lang an ein und derselben Stelle steht, so befindet er sich doch in seinem ständigen Fluss mit dem Wald; jedes Jahr ein Jahresring mehr, Blätter nähren den Boden, Wasser steigt auf, Wasser steigt ab, Tiere und andere Pflanzen finden Schutz - alles hat einen einfachen und verständlichen "Sinn". Das wollen wir über uns auch sagen können.

Um die simple Natur ungestört erleben zu können, sollte man darauf achten, dass die passende Kleidung für möglichst wenig Ablenkung von den vielschichtig einfachen Erlebnissen Sorge trägt. Schwitzen, Frieren oder Beklemmung sind sicher keine gute Grundlage für ein intensives Naturempfinden. Hier sollten sich auch modebewusste fülligere Menschen zum Beispiel zu einer Jacke Übergrößen hinreißen lassen, auch wenn die enge Herbstjacke laut dem emsigen Verkäufer viel schicker aussehen sollte. Nichts kann schlimmer sein, als bei der Wahrnehmung des Lebensflusses breits von vornherein für einen "Stau" in den eigenen Empfindungen zu sorgen...